Grußwort 29. AGNP Symposium 2015

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Vorstand und das Programmkomitee der AGNP möchten Sie herzlich zu unserer kommenden Tagung einladen und würden sich freuen, Sie zum 29. AGNP-Symposium in München vom 23.-26.09.2015 begrüßen zu dürfen.

Die Psychiatrie wird sich zukünftig neuen Herausforderungen stellen müssen, beispielsweise unter neuen ökonomischen Gesichtspunkten zwischenzeitlich etablierte nationale Behandlungsleitlinien nachhaltig in die Praxis umzusetzen. Gleichzeitig erschließen neue Forschungsansätze in Epigenetik, komplexer Expressionsanalytik ("OMIC´s") und bildgebenden Verfahren die Möglichkeit, neue Subphänotypen psychiatrischer Erkrankungen zu definieren, mit der Hoffnung, so auch innovative differenzielle Therapieansätze zu finden. Zwar ist der Weg bis zu einer personalisierten Medizin in Diagnostik und Therapie in der Psychiatrie noch weit, erste Ansätze einer Biomarker-gestützten Prädiktion von Verlauf und Therapieansprechen zeichnen sich aber ab.
Hohe klinische Relevanz für unser Fachgebiet haben auch Forschungsergebnisse der Epigenetik, die belegen, dass Umwelteinflüsse auf ein Individuum über epigenetische Mechanismen vererbt werden können und sich bei nicht aufrechterhaltenden externen Faktoren wieder verlieren. Auch ist zwischenzeitlich belegt, dass biologisch-psychiatrische „high tech medicine“ und psychotherapeutische Therapieverfahren nicht in Widerspruch stehen müssen, sondern in Diagnostik und Therapie synergetisch eingesetzt werden können.

Das 29. AGNP Symposium möchte ein Forum bieten, die Herausforderungen und Chancen zu diskutieren, die sich durch diese neuen Perspektiven bieten.

Im Bereich der Neuropsychopharmakologie ist aber auch ein deutlicher Rückzug der forschenden Pharma-Industrie feststellbar, der in seiner langfristigen Konsequenz für die Versorgung unserer Patienten mit innovativen medikamentösen Therapieansätzen kritisch gesehen werden kann. Hier sehen wir dringenden Diskussionsbedarf, beispielsweise in Form von Pro- und Kontradebatten.

Das 29. AGNP-Symposium bietet wie gewohnt einen Rahmen, eigene Forschungsergebnisse aus Klinik und Grundlagenforschung vorzustellen, und mit einem breiten Fachkollegium zu diskutieren. Entsprechend möchten wir Sie bitten und auffordern, Ihre Beiträge in freier Vortragsform oder als Posterbeiträge für die Tagung einzureichen, um so das Programm aktiv mit zu gestalten und attraktiv zu machen. Gleichzeitig freuen wir uns über möglichst zahlreiche Vorschläge für Symposien.

Wir planen im Rahmen des 29. AGNP-Symposiums Pro- und Kontradebatten zu aktuellen Themen, für die wir renommierte Spezialisten als Diskutanten gewinnen wollen. Zudem soll die Attraktivität von Posterbeiträgen erhöht werden, in dem nach Vorauswahl der besten Posterbeiträge die Preisträger die Möglichkeit bekommen, ihre Forschungsergebnisse in Kurzvorträgen vorzustellen. Wir hoffen, damit auch gerade für jüngere Kollegen ein interessantes Angebot machen zu können.
Zum Auftakt des Symposiums ist wie aus früheren Veranstaltungen bekannt, ein Fortbildungstag geplant, der mit ausgewählten „State-of-the-Art“ Vorträgen zu praxisrelevanten Themen vor allem die klinisch tätigen psychiatrischen Kollegen ansprechen soll.

Das wissenschaftliche Programm soll wie gewohnt durch ein soziales Programm ergänzt werden, um Teilnehmern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern Gelegenheit zum Kennenlernen und zur vertieften Fachdiskussion zu bieten. Wir freuen uns, Sie im September 2015 in München begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen



Prof. Dr. Stefan Bleich Prof. Dr. Jens Wiltfang PD Dr. Dirk Wedekind
Prof. Dr. Stefan Bleich

1. Vorsitzender der AGNP
Prof. Dr. Jens Wiltfang

Programmkomitee
PD Dr. Dirk Wedekind

Programmkomitee


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